Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 13. Juli 2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Beratungsleistungen, die Wilmoqar (nachfolgend "Auftragnehmer") für Klienten (nachfolgend "Auftraggeber") erbringt. Sie gelten ergänzend zu individuellen Vereinbarungen, die in schriftlichen Beratungsverträgen festgehalten werden. Soweit individuelle Vereinbarungen von diesen AGB abweichen, haben die individuellen Vereinbarungen Vorrang. Es gilt österreichisches Recht. Verbraucher im Sinne des KSchG genießen die gesetzlich vorgesehenen Schutzrechte.
A. Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
Der Auftragnehmer erbringt Beratungsleistungen im Bereich der strategischen Positionierung für Freelancer und Selbstständige. Der konkrete Leistungsumfang wird im jeweiligen Beratungsvertrag festgelegt und umfasst in der Regel wöchentliche Beratungssitzungen über einen Zeitraum von acht Wochen sowie Feedback zwischen den Terminen.
Der Auftragnehmer schuldet eine gewissenhafte Beratungsleistung auf Basis seiner Kenntnisse und Erfahrungen. Ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg oder ein bestimmtes Ergebnis wird nicht geschuldet. Die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen liegt in der alleinigen Verantwortung des Auftraggebers.
Änderungen des Leistungsumfangs bedürfen der schriftlichen Vereinbarung. Mündliche Nebenabreden haben keine Gültigkeit.
B. Zustandekommen des Vertrags
Ein Beratungsvertrag kommt durch die schriftliche Annahme des Angebots des Auftragnehmers durch den Auftraggeber zustande. Die Annahme kann per E-Mail erfolgen. Mündliche Absprachen im Vorfeld begründen noch keinen Vertrag.
Angebote des Auftragnehmers sind, sofern nicht anders angegeben, für einen Zeitraum von 14 Tagen ab Übersendung bindend. Nach Ablauf dieser Frist erlischt das Angebot, sofern keine Verlängerung vereinbart wurde.
C. Honorar und Zahlungsbedingungen
Das Honorar für die Beratungsleistungen ergibt sich aus dem individuellen Angebot. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern der Auftraggeber Verbraucher ist. Für Unternehmer wird die Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen.
Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug sind Verzugszinsen in der gesetzlich vorgesehenen Höhe fällig. Dem Auftragnehmer steht es frei, die Erbringung weiterer Leistungen bis zum Ausgleich offener Forderungen zurückzustellen.
Eine Aufrechnung mit Gegenforderungen des Auftraggebers ist nur zulässig, wenn diese rechtskräftig festgestellt oder vom Auftragnehmer anerkannt wurden.
D. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber verpflichtet sich, die für die Beratung erforderlichen Informationen vollständig und wahrheitsgemäß bereitzustellen. Er stellt sicher, dass er an den vereinbarten Terminen teilnehmen kann. Bei kurzfristiger Absage (weniger als 24 Stunden vor dem Termin) ist der Auftragnehmer berechtigt, die Sitzung als erbracht zu berechnen, sofern nicht ein wichtiger Grund für die Absage vorliegt.
Der Auftraggeber ist für die Umsetzung der in der Beratung erarbeiteten Maßnahmen selbst verantwortlich. Der Auftragnehmer kann keine Verantwortung für Entscheidungen übernehmen, die der Auftraggeber auf Basis der Beratung trifft.
E. Vertraulichkeit und geistiges Eigentum
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Verpflichtung gilt über das Ende der Zusammenarbeit hinaus.
Alle vom Auftragnehmer erstellten Materialien, Konzepte und Texte bleiben bis zur vollständigen Bezahlung des vereinbarten Honorars im Eigentum des Auftragnehmers. Nach vollständiger Zahlung erhält der Auftraggeber ein nicht ausschließliches Nutzungsrecht für die erstellten Materialien im Rahmen seiner eigenen beruflichen Tätigkeit.
F. Haftung
Der Auftragnehmer haftet für Schäden, die durch einfache Fahrlässigkeit verursacht wurden, nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Für leichte Fahrlässigkeit bei Verletzung nicht wesentlicher Vertragspflichten wird die Haftung ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
Die Haftungsbeschränkung gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten beruhen. Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz, bleiben unberührt.
G. Kündigung und vorzeitige Beendigung
Beide Parteien können den Beratungsvertrag aus wichtigem Grund außerordentlich kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn eine Fortsetzung der Zusammenarbeit unter Berücksichtigung aller Umstände und nach Abwägung der beiderseitigen Interessen unzumutbar ist.
Im Falle der ordentlichen Kündigung durch den Auftraggeber werden bereits erbrachte Leistungen anteilig in Rechnung gestellt. Eine Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen erfolgt nur für noch nicht erbrachte Leistungsanteile.
H. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, sofern der Auftraggeber Unternehmer ist, das sachlich zuständige Gericht in Wels zuständig.
Für Verbraucher im Sinne des KSchG gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen. Verbraucher haben insbesondere das Recht, am Gericht ihres Wohnsitzes zu klagen. Der Auftragnehmer weist auf die Möglichkeit der außergerichtlichen Streitbeilegung hin (siehe auch Impressum).
I. Salvatorische Klausel und Änderungen
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Der Auftragnehmer behält sich vor, diese AGB mit angemessener Ankündigungsfrist zu ändern. Bestehende Verträge werden durch Änderungen der AGB nicht berührt.